MItgliederversammlung | © DAV Münster
Mitgliederversammlung | © DAV Münster
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Mitgliederversammlung | © DAV Münster

Mit Rückenwind ins nächste Jahr: DAV Münster zieht Bilanz

30.04.2026

Gut gefüllt war der Übungsraum im Alpinzentrum der DAV Sektion Münster am Sonntag: Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung zur jährlichen Mitgliederversammlung gefolgt. Auf der Tagesordnung standen neben der aktuellen Situation des Vereins und dem Bericht vom Westfalenhaus auch wichtige Wahlen – unter anderem die des ersten und zweiten Vorsitzenden sowie weiterer Vorstandsposten. 

Eröffnet wurde die Versammlung von dem ersten Vorsitzenden Christoph Jöst. Er begrüßte die Anwesenden herzlich und gab einen kurzen Überblick über den Ablauf. Im Anschluss wurde in einem würdevollen Moment dem verstorbenen Mitglied Hartwig Meißner gedacht. Als langjähriges Mitglied und erster ausgebildeter Wander- und Bergführer des DAV Münster hat er den Verein maßgeblich geprägt. 

Zum Einstieg berichtete Christoph Jöst zunächst über Entwicklungen im DAV-Hauptverband, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Umweltschutz und Bergsport. Anschließend richtete er den Blick auf die eigene Sektion: Mit fast 8.800 Mitgliedern ist der DAV Münster der zweitgrößte Verein seiner Art, und eine Befragung des Hauptverbandes zeigt, dass 98 Prozent der Mitglieder dem Verein treu bleiben wollen. Auch finanziell steht die Sektion solide da. Das eröffnet Spielraum für eine Weiterentwicklung hin zu mehr Professionalisierung, etwa durch ein erweitertes Geschäftsstellen-Team, sowie für neue Angebote und Aktionen. Insgesamt also ein positiver Blick in die Zukunft. „Wir sehen uns für die kommenden Jahre gut gerüstet“, so Christoph. 

Eine besondere Ehrung erhielt die Wandergruppe „Goldene 20er“, die mit dem Klimapreis 2025 ausgezeichnet wurde. Ein entscheidendes Kriterium: Alle angebotenen Touren sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. 

Christoph Jöst nutzte die Gelegenheit außerdem, um sich beim Geschäftsstellen-Team und den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten zu bedanken. Besonders gut angenommen wurden Formate wie das Hüttenquiz, der Sektionsabend und das anstehende Sommerfest. Weniger erfolgreich waren dagegen die Vorträge sowie einige Tourenangebote – hier möchte der Verein künftig genauer hinschauen. 

Es folgte der Geschäftsbericht des Vorstandes, der die Aktivitäten und Entwicklungen des vergangenen Jahres zusammenfasste. Dabei wurden sowohl Erfolge als auch Herausforderungen deutlich. Ein Schwerpunkt lag auf dem Westfalenhaus in den Stubaier Alpen, das vom DAV Münster betrieben wird. Die Bewirtschaftung der auf über 2.200 Metern gelegenen, historischen Hütte ist anspruchsvoll: Trotz aufwendiger Renovierung vor einigen Jahren fallen bei einem Bau aus dem Jahr 1908 regelmäßig Arbeiten an. So müssen etwa Telefon- und Rohrleitungen erneuert werden, die im Winter zufrieren, und auch die Wasserturbine erfordert kontinuierliche Instandhaltung. 

Ein weiteres großes Projekt betrifft die Bergstation: In den Berg, der als Widerlager für die Bahn dient, dringt Wasser ein und gefährdet die Stabilität. Hinzu kommt ein deutlich gestiegener bürokratischer Aufwand. Trotz dieser Herausforderungen bleibt die Hütte bei Wanderern sehr beliebt. Die vergangene Winter- und Sommersaison verliefen erfolgreich, was sich auch in den Übernachtungszahlen widerspiegelt. Damit das so bleibt, kümmert sich im Verein ein Hüttenwart um die Anlage. Bisher wurde diese Aufgabe von Theo Barenbrügge und Rainer Steenmann gemeinsam übernommen. Rainer Steenmann wurde nun verabschiedet, und der zweite Vorsitzende Wigbert Rischen dankte ihm für sein großes Engagement und die gute Zusammenarbeit. Auch wenn er das Amt abgibt, wird er dem Verein weiterhin beratend zur Seite stehen. Künftig wird Theo Barenbrügge von einem handwerklich versierten Team um Martin Laubrock, Christoph Lenfers und Frank Dütting unterstützt. 

Nach dem Bericht folgte eine wichtige Formalität: die Entlastung des Vorstandes, die ohne Gegenstimmen beschlossen wurde. Bevor es in die Wahlen ging, sorgte jedoch noch ein besonderer Moment für Aufmerksamkeit: Christoph Jöst wurde überrascht. Seine Frau Astrid Markmann hatte ihn beim Landessportbund für eine Auszeichnung vorgeschlagen. Im Rahmen der Aktion #SPORTEHRENAMT überrascht werden Menschen ins Rampenlicht gerückt, die sich mit großem Engagement für ihren Verein einsetzen – unabhängig von Funktion oder Aufgabe. Als Dankeschön gab’s neben einem Konfettiregen auch ein Überraschungspaket mit nachhaltigen Goodies inkl. eines hochwertigen Hoodies. Anschließend standen die Wahlen an.  

Nach dieser Anerkennung wurden Christoph Jöst und Wigbert Rischen als erster und zweiter Vorsitzender einstimmig wiedergewählt. Ebenso bestätigt wurden Schatzmeister Jochen Tenholt, Wege-Referent Guido Steinkühler und der Referent für Natur- und Klimaschutz Heinrich Hersemann. Neu im Amt ist Laura Löcken als erste Kassenprüferin. Bereits Ende März war Fabius Göbel auf der Jugendvollversammlung als Jugendreferent wiedergewählt worden und wurde von der Mitgliederversammlung nun satzungsgemäß bestätigt.

Zum Abschluss klang die Versammlung bei strahlendem Sonnenschein in geselliger Runde aus – mit guten Gesprächen und Leckerem vom Grill.