MünsterMarsch 2026 | © DAV Münster

Dieser MünsterMarsch war klasse

08.05.2026

MünsterMarsch: 50 Kilometer, unzählige Eindrücke und ein gemeinsames Ziel 

Mit noch frischen 9 Grad empfing der Samstagmorgen die etwa 500 Teilnehmer:innen zum 5. MünsterMarsch. Klare Luft, gespannte Vorfreude und ein Hauch von Abenteuerlust lagen kurz vor dem Aufbruch auf die diesjährige Jubiläumsstrecke über dem Gelände der DAV Sektion Münster. Passend zum fünften Geburtstag wartete eine ganz besondere Herausforderung auf die Wanderfreunde: 50 Kilometer durch die abwechslungsreiche Landschaft rund um Münster.

Das Wetter spielte dabei perfekt mit: Nach dem kühlen Start am Morgen sorgten später bis zu 18 Grad und rund 10 Sonnenstunden für ideale Bedingungen auf der Strecke. Selbst am Abend blieb es noch angenehm warm, sodass der Zielbereich auch nach den ersten Zieleinläufen noch gut gefüllt war. Für einige war die Teilnahme dabei etwas ganz Besonderes: Maja hatte spontan noch ein Ticket im Resale bekommen und freute sich, „einfach mal dabei sein zu können“. 

Vom Start aus führte die Route zunächst Richtung Handorf, wo am Institut der Feuerwehr die erste Verpflegungsstation (und viel Action) auf die Teilnehmenden wartete. In der großen Feuerwehrhalle gab es neben der Verpflegung viel zu sehen - eine laufende Übung der Feuerwehr aus Hagen und ein brennendes Auto. Gestärkt und angeregt ging es weiter. Immer wieder sorgten die Teilnehmenden unterwegs auch bei Außenstehenden für Staunen – einige Menschen am Wegesrand wunderten sich darüber, dass man tatsächlich 50 Kilometer an einem einzigen Tag laufen kann.

Beim TSV Handorf wurden die Teilnehmenden dann mit einer wohlverdienten warmen Suppe empfangen: Eine willkommene Stärkung, bevor es weiterging. Besonders gut kam die zweite Verpflegungsstation an: Hanna und Laura fanden das Essen dort „super“ und fühlten sich danach mit neuer Energie bereit für die nächsten Kilometer. Zwischen der zweiten und dritten Verpflegungsstation wurde es dabei spürbar wärmer. Mit Humor nahm es Teilnehmer Patrick, der scherzte: „Wenn es hier irgendwo ein Café mit Kaltgetränken gibt, verliert ihr mich leider.“ Die letzte Station an der Grundschule in Sprakel bot nochmals Gelegenheit zum Durchatmen, gegenseitigem Motivieren und Sammeln der letzten Kräfte für den Endspurt. Denn der MünsterMarsch verbindet Menschen und ist eben kein Wettbewerb. Wichtiger als irgendwelche Zeiten sind Spaß und Gemeinschaft. 

Die Strecke und das sonnige, aber nicht zu warme Wetter zeigten sich von ihrer schönsten Seite: vorbei an weiten Feldern, durch ruhige Wälder und entlang grüner Naturkulissen, die Münsters Umgebung von ihrer idyllischen Seite präsentierten. Zu den besonderen Highlights zählten die Passage durch den Boniburger Wald, der malerische Weg entlang der Ems und der Werse sowie die schöne Strecke durch das beliebte Freizeit- und Naturschutzgebiet Rieselfelder. Hier wurde deutlich, dass der MünsterMarsch weit mehr ist als nur eine sportliche Herausforderung, denn er macht auch die Vielfalt der Region erlebbar. Besonders häufig wurde von Teilnehmenden hervorgehoben, wie naturnah die Strecke im Vergleich zu den Vorjahren gewesen sei – „einfach viel grüner“. Eine nachträgliche Analyse zeigte sogar, dass es auf der gesamten Strecke nur eine einzige Ampel gab: die an der Grevener Straße direkt zu Beginn. Damit wurde das Motto „Mehr grün statt roter Ampeln“ eindrucksvoll umgesetzt. 

Natur erleben, Natur schützen: Für den Alpenverein ist der Schutz von Flora und Fauna ein zentrales Anliegen. Deshalb lag ein besonderes Augenmerk in diesem Jahr auf dem Thema Nachhaltigkeit: Alle Teilnehmenden waren aufgerufen, eigene Becher, Besteck und Dosen mitzubringen, um Müll zu vermeiden. Ein Konzept, das sehr gut angenommen wurde.

Darüber hinaus kamen zahlreiche Spenden zusammen – unter anderem durch den Verkauf von DAV-Merchandising-Produkten. Die Erlöse gehen an das Gut Feismann.

Auch die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen trugen maßgeblich zum Gelingen der Veranstaltung bei. In ihren grünen T-Shirts waren sie entlang der Strecke und an den Verpflegungsstationen jederzeit gut zu erkennen und stets zur Stelle, wenn Unterstützung gebraucht wurde. Ein besonderer Dank geht hier noch mal an all die vielen Helfer:innen, ohne die so eine Veranstaltung nicht möglich wäre. 

Nach etwa 9 Stunden, gegen 17:00 Uhr, erreichten die ersten Wandernden das Ziel. Dort warteten kühle Getränke und leckere Snacks auf die müden, aber glücklichen Finisher. Jede:r Teilnehmer:in wurde beim Einlaufen ins Ziel mit großem Applaus empfangen – unabhängig von der gelaufenen Zeit. Die Erleichterung und der Stolz waren vielen ins Gesicht geschrieben – jeder Schritt hatte sich gelohnt. Gegen 21 Uhr kamen schließlich auch die letzten wackeren Wanderheld:innen ins Ziel. Obwohl das offizielle Zeitfenster von 12 Stunden bereits vorbei war, wurden auch sie jubelnd empfangen und erhielten ihre MünsterMarsch-Anstecknadel. Für das Erste-Hilfe-Team blieb der Tag erfreulich ruhig: Pflaster kleben und Blasen versorgen gehörten zu den häufigsten Einsätzen.

Das Feedback der Teilnehmenden fiel überwältigend positiv aus. Besonders die abwechslungsreiche Strecke, die gute Verpflegung und die gelungene Organisation wurden immer wieder gelobt. Die Begeisterung war so groß, dass bereits jetzt feststeht: 2027 soll dieselbe Strecke noch einmal gelaufen werden – allerdings in umgekehrter Richtung. So können auch die besonders beliebten Verpflegungsstellen beibehalten werden. Eins kann festgehalten werden- dies war eine Wanderung, die vielen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird und schon die Vorfreude auf das nächste Jahr wachsen lässt.