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Westdeutsche Meisterschaft im Sportklettern in Ahlen
Am 06.09.2008 fanden in Ahlen die Dritten Westdeutschen Meisterschaften im Sportklettern statt. Der Einladung des DAV-Landesverbandes NRW und der Sektion Münster in die Big Wall waren Sportler aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und dem Saarland gefolgt. Kurzfristig war der Wettkampf von High Hill Münster in die Big Wall Ahlen verlegt worden. Dass die Meisterschaften dennoch reibungslos vonstatten gehen konnten, ist vielen engagierten Helfern zu verdanken. „Die Sektion Münster hat sich sehr ins Zeug gelegt und keine Mühen gescheut, um einen schönen Wettkampftag zu realisieren“, lobte NRW-Landestrainer Jonas Baumann.
Die Halle ist gut gefüllt, die Stimmung knisternd - erwartungsvoll, als die Finals der Jugend um 15 Uhr beginnen. Ein Bereich der Halle ist in den anspruchsvollen und überhängenden Partien durch eine Plane geschützt. Erst als die Athleten in der Isolation sind, entfernen Routenschrauber Sascha Deiters und Tobias Reichert die Plane.
Exakt 6 Minuten Zeit haben dann die jugendlichen Starter (C- und B-Jugend), um sich eine ideale Route zu überlegen und einzuprägen. Das tun sie mit vollem Körpereinsatz: Die Köpfe im Nacken, die Arme greifen abwechselnd nach unsichtbaren Griffen.
Kurz nachdem die Jugendlichen erneut in die Isolation entschwunden sind, betreten die ersten Starten die ‚Arena‘. Jungs und Mädels beginnen gleichzeitig. Geklettert wird im Vorstieg: Während die Jungs sich in der blauen Route abmühen, kämpfen die Mädels in der violetten – lebhaft angefeuert von Trainern, Eltern, Freunden und Gästen. Richtig laut wird es jedes Mal, wenn die Athleten sich den neuralgischen Stellen nähern, noch lauter, wenn jemand diese Stellen schafft: Das Publikum tut sein Bestes, um die Athleten die Routen hoch zu pushen. Und die haben es in sich: Während die Jungs schon mal beherzt einen ziemlichen Satz nach oben springen (und das auch halten!) müssen, wartet auf die 12 bis 13jährigen Mädels der C-Jugend und die 14 bis 15jährigen der B-Jugend eine anspruchsvolle Route mit (Fast-) Spagat und anschließenden, fies-kleinen Griffen. Hier gewinnt Katharina von Chamier aus Münster.
Auch A-Jugend und Erwachsene bekommen es mit sehr selektiven Routen zu tun. Das 'Aus' kommt für viele Männer direkt am vierten Haken: Ein Überhang, der deutlich leichter aussieht, als er ist. Kraft und saubere Technik reichen hier nicht. Nur zwei kommen bis zum Top: Der erst 16jährige Jan Hojer aus Frankfurt, der sich bereits den ersten Platz bei der männlichen A-Jugend gesichert hatte und Sebastian Gerber von den Bergfreunden Saar. Nicht viel besser ergeht es den Damen: Nur 6 haben die Quali geschafft, unter ihnen Viola-Sophia Jürgens aus Münster. Da bei den Männern doppelt so viele Sportler ins Finale gekommen sind, sind bereits 6 gestartet, bevor die erste Frau die Bühne betritt. Die, die es schließlich als Einzige bis ganz nach oben schafft, ist eine kleine Person, die zu den ganz Großen in Deutschland zählt: Juliane Wurm, amtierende Deutsche Meisterin, erst 17 Jahre alt und bereits seit zwei Jahren im deutschen Nationalkader.
Schließlich der Newcomer unter den Sportkletter-Wettkämpfen: Speed-Climbing. Prinzip: Geschwindigkeit ist alles! Gestartet wird gleichzeitig in zwei ähnlich schweren Routen, die direkt nebeneinander liegen. Danach wechseln beide Athleten in die jeweils andere Route. Ein direktes Kräftemessen also, sehr attraktiv für das direkt hinter dem Sicherungsbereich sitzende Publikum.
Ein wirklich spannender Wettkampftag, mitreißend und mit sehr sehenswerten Leistungen, auch bei den Youngsters! Respekt!
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So schnitten die Münsteraner ab:
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Nils Heede
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9. in der männl. Jugend A
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Viola Sophia Jürgens
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2. in der weibl. Jugend A
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Katharina von Chamier
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Westdeutsche Meisterin in der weibl. Jugend B
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Daria Portich
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3. in der weibl. Jugend B
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Nicole Fricke
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8. in der weibl. Jugend B
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Charlotte von Chamier
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3. in der weiblichen Jugend C
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Text und Bilder: Marlis Hinsch
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