|
Das Wetter sollte in den nächsten zwei Tagen noch stabil sein, so dass wir uns am Montag auf eine längere Tour Richtung Madlochjoch (2438 m) machten. Mit einigen Kindern schafften wir es bis oben, andere vergnügten sich lieber beim Steinmännchen bauen. Auf dieser Tour sahen und hörten wir unzählige Murmeltiere, zur großen Freude der Kinder und Erwachsenen.
Nachdem ich mir einen Eindruck über die Trittsicherheit der Kinder verschaffen konnte, schickten wir sie am Dienstag ins weglose Gelände Richtung Alpsee. Bewaffnet mit einer extra für die Kinder angefertigten Wanderkarte, Material zum Bauen von Wasserrädern und Keschern ging es los.
Nach geraumer Zeit türmte sich ein ziemlich steiler, begraster Berghang vor uns auf! Nach kurzer Überlegung nahmen wir ihn doch in Angriff. Hier mussten die Kinder schon ein wenig Geduld aufbringen, denn wir mussten aufgrund der steilen Hangneigung die Kinder einzeln hinaufführen. Aber es bestätigte sich mal wieder meine Erfahrung, dass Kinder, wenn es darauf ankommt, ohne Theater mitmachen und sich an Ansagen halten. Oben angekommen wurden wir dann durch eine tolle Hochmoorlandschaft für unsere Strapazen belohnt, durch die sich unser Weg Richtung Alpsee fortsetze. Highlight des Tages waren noch das schnelle Runterlaufen eines Grashügels und das Bauen und Einsetzen von Wasserrädern in einem Gebirgsbächlein.
Am Mittwoch ging es dann zum Steinernen Meer. Dafür mussten wir wieder zum Spullersee absteigen und mit dem Postbus zum Formarinsee fahren. Leider hatte es in der Nacht geregnet, so dass wir mit den Kindern nicht den Steig gehen, sondern den langen Weg um den Spullersee über die Fahrstrasse nehmen mussten. Die Kinder haben diesen Abstieg in der angegebenen Zeit von 1,5 Stunden geschafft, worauf sie wirklich stolz sein konnten!
Am Formarinsee angekommen, machten sich Jaron, Birgit, Dirk, Leon, Paul, Michael, Nele, Hannes und Lilli auf den Weg ins Steinerne Meer, in der großen Hoffnung, Fossilien zu finden – aber leider: Nicht fündig! Dafür hatten wir eine tolle Aussicht.
Am Donnerstag legten wir dann einen Ruhetag ein. Die Kinder machten ihren Taschenmesserführerschein, bastelten an ihren Perlenringen weiter oder spielten auf der Hütte. Den Nachmittag verbrachten wir an einem Wasserfall, wo dann mit bunter Knete die Landschaft verschönert wurde, Staudämme gebaut und die Wasserräder erneut zum Laufen gebracht wurden.
Am Abend fing es (wie angekündigt) an zu schneien, was die Kinder am Freitagmorgen mit Begeisterung wahrnahmen. Sofort wurde ein Schneemann gebaut und eine große Schneeballschlacht begonnen. Leider riet uns dann der Hüttenwirt abzusteigen, da für Samstag noch mehr Schnee vorhergesagt wurde und der Bus die Mautstrasse nicht mehr befahren würde.
Dem Rat folgend stiegen wir bei weiterem Schneefall von der Hütte ab. So löste sich dann früher als geplant und unerwartet schnell unsere Gruppe auf. Johanna, Lilli, Franziska, Christine, Michael, Nele und Hannes blieben noch eine Nacht in Lech, der Rest machte sich auf den Heimweg.
Am Samstagmorgen ging es spannend für uns weiter: Ohne Seilwinde (von der Pension zur Hauptstrasse) und einem Räumfahrzeug direkt vor unserer Nase, wären wir an diesem Tag mit den Allwetterreifen unseres Bullis nicht mehr aus Lech raus gekommen.
Das Resümee meiner ersten Familiengruppentour lautet: Mir hat es Spaß gemacht und ich plane schon die nächste Tour!
Christine Deittert
>> zurück
|